WILLKOMMEN
Zum Schaukasten an der Schwachhauser Heerstraße
Wann ist Ihnen aufgefallen, dass die St. Remberti-Gemeinde an der
Ecke Friedhofstraße/Schwachhauser Heerstraße einen Schaukasten besitzt?
Seit Beginn dieses Jahres ist er zum „Hingucker“ geworden und löst
Diskussionen aus. Mit dem Einstieg WILLKOMMEN eröffneten wir - Kirsten
Thießen und Urte Joost-Krüger - den Reigen der dort zu lesenden
Begriffe, die Aufmerksamkeit wecken, Assoziationen erzeugen und zum
Mitdenken anregen sollen. Und plötzlich ist der Schaukasten im Gespräch.
Insbesondere das Wort PAUSE hat die Gemüter erregt. Es ist zwei Wochen
lang in den Sommerferien zu lesen gewesen. Kann die Kirche denn Pause
haben? Ist „Pause“ Stillstand – oder notwendige Zeit des Innehaltens,
bevor die nächste Aktion auf uns wartet?
Woher kommen nun unsere Ideen? Wir möchten mit EINSATZ oder AUF DEM WEG
Aktivitäten in unserer Gemeinde unterstützen. Oder Jahreszeiten in den
Mittelpunkt stellen, wie den AUFBRUCH im Frühling oder ERNTE FEIERN im
Herbst. Mit dem WAHLVERSPRECHEN knüpfen wir an aktuelle
gesellschaftliche Ereignisse an, die alle Menschen betreffen. Und
SONNTAG, 10 UHR belebt die Diskussion um Gottesdienste und deren
Bedeutung für eine Gemeinde. Oder was meinen Sie?
Wir freuen uns, wenn sich die Menschen mit unseren Begriffen
auseinandersetzen. Wir tun es auch, bevor wir in einem Rhythmus von zwei
bis drei Wochen die nächste Beschriftung anbringen – unterbrochen von
Hinweisen auf Konzerte oder andere Veranstaltungen in unserer Gemeinde.
Geben Sie uns gern Rückmeldung! Wir freuen uns über Lob und Kritik. Sie
können uns direkt unter schaukasten@remberti.de erreichen.
Kirsten Thießen und Urte Joost-Krüger
Abwarten? Handeln!
Nehmen Sie die Inschrift des Schaukastens als Aufforderung, unliebsame Dinge nicht aufzuschieben, sondern anzugehen und zu erledigen. Wenn der Zahnarztbesuch, das Aufräumen des Schreibtisches, der Brief an einen lieben Menschen oder das klärende Gespräch hinter uns liegen, erfüllt uns das positive Ergebnis oft mit Verblüffung. Und mit Erleichterung. Nur Mut!
Urte Joost-Krüger und Kirsten Thießen
zum Schaukasten im März 2012
Reichtum braucht Armut
„Schließen wir einmal kurz die Augen ... und lassen den Entstehungsweg einer Jeans an uns vorbeiziehen:
In Indien fängt alles an. Die Baumwolle wird in riesigen Monokulturen angebaut und geerntet. Von dort geht die Reise in die Türkei. In einer Spinnerei wird aus der Baumwolle Garn gesponnen, der dann in einer Weberei in Taiwan zu Jeansstoff gewebt wird. Anschließend wird der fertige Stoff in Tunesien mit den Farben aus Polen eingefärbt und in Bulgarien veredelt, d. h. weich und knitterarm gemacht. Mit dem Schnittmuster aus Österreich, das elektronisch in die Fabrik auf den Philippinen übermittelt wird, und den Waschanleitungen aus Frankreich, den Nieten und Knöpfen aus Italien sowie dem Futter aus der Schweiz wird die Jeans dann auf den Philippinen zusammengenäht. In Griechenland angekommen, erhält sie ihren letzten Schliff. Sie wird zusammen mit Bimssteinen aus der Türkei gewaschen um den gewünschten „Stone-washed-Effekt“ zu bekommen. Bis die Jeans dann endlich in Österreich ankommt, wo sie in einer der Jeansläden zum Verkauf angeboten wird, hat sie bereits über 56.000 km zurückgelegt...
Durch die weltweite Aufteilung der Arbeit in der Jeansproduktion und die vielen Kilometer, die bei dieses Produkt zurückgelegt, wird gut sichtbar, wie Globalisierung jeden von uns persönlich betrifft.
Dabei stellt sich die Frage: „Wie kann es sein, dass Kleidung, die in den verschiedensten Ländern der Erde produziert und kreuz und quer über den Kontinent transportiert wird, bei uns so billig zu kaufen ist?“
(Ein Auszug aus Unterrichtsmaterialien von BAOBAB, Entwicklungspolitische Bildungsarbeit, Österreich)
Urte Joost-Krüger und Kirsten Thießen
zum Schaukasten im Februar 2012
Achte auf dich
Kennen Sie das auch, dass die Zeit wie im Fluge vergeht? Nach besinnlichen Weihnachtstagen hat der Alltag uns wieder und die Wochen vergehen wie im Flug. „Dann wird es wenigstens bald Frühling" ,sagte meine Arbeitskollegin heute, als wir uns über die rasante Geschwindigkeit unterhielten, mit der die bis zum Rand gefüllten Terminkalender abgearbeitet werden wollen. Da lachten wir, lehnten uns ein Stück zurück und gönnten uns eine kleine gemeinsame Kaffeepause.
Urte Joost-Krüger und Kirsten Thießen
zum Schaukasten im Januar 2012
Wird es besser?
„Ein neues Jahr - ein neues Glück" – so heißt es. Das möchten wir gerne glauben. Schließlich liegt 2012 vor uns wie ein weißes Blatt Papier mit ungezählten Möglichkeiten und Chancen. Wir wünschen allen, dass Hoffnungen wahr werden - und nicht Befürchtungen. In diesem Sinne viel Tatkraft und einenguten Start ins Neue...
Urte Joost-Krüger und Kirsten Thießen
zum Schaukasten im Januar 2012
Heilige Familie
Kommt Oma Heiligabend? Falls Opa will. Und wo bleibt Tante Hildegard? Die Kinder werden doch wohl hoffentlich auch da sein - wenigstens am ersten Weihnachtstag! Und am zweiten sind wir dann zusammen bei Schwester Thea – oder Bruder Jakob, ach, du heiliger....Bleiben noch Maria und Josef – und das Jesuskind...
Urte Joost-Krüger und Kirsten Thießen
zum Schaukasten im Dezember 2011
Nimm dir Zeit
...
Urte Joost-Krüger und Kirsten Thießen
zum Schaukasten im November 2011
Frei sein und frei haben
Was sagt uns der Buß- und Bettag heute? Büßen und beten – was hat das mit uns zu tun? Sofort meldet sich das Gewissen. Welche Schuld haben wir auf uns geladen, die es zubüßen gilt, damit wir frei sind? Beten schon – beten fällt uns leichter als büßen, denn es hat mit bitten zu tun. Jede Menge fällt uns da ein...Übrigens hatten wir früher am Buß- und Bettag immer frei. Heutzutage nur noch Sachsen. Haben wir nicht mehr frei, weil büßen und beten out ist? Erklär uns das mal eine/r...
Urte Joost-Krüger und Kirsten Thießen
zum Schaukasten im November 2011
Glauben und Wissen
- sind das Gegensätze? Wissenschaftlichkeit und Beweisführung ermöglichen eindeutige Ergebnisse. Auf Fakten können wir uns berufen. Sie besitzen Allgemeingültigkeit. Der Glauben ist eine ganz persönliche Sache. Es ergibt sich aus einer Vielzahl an Erfahrungen in der eigenen Biografie. Gut, dass es beides gibt – Glauben und Wissen. Der Vollständigkeit halber...
Urte Joost-Krüger und Kirsten Thießen
zum Schaukasten im Oktober 2011
EINLADUNG 28.08. ab 12:00 Uhr
Großes Gemeindefest am Sonntag, 28. August rund um die Rembertikirche,
Beginn 12 Uhr mit Gottesdienst für Groß & Klein, Mittagessen,
Kinderaktionen, Menschenkicker, Jugendprojekt Alten Eichen, Chöre &
Musik, 400 Jahre Diakonie, Hüpfburg, Kaffee & Kuchen,
Kostümversteigerung, Tombola, 60 Jahre Rembertikirche, Bücherverkauf,
Schaukastenplakate, Teestube, Chili con carne, Hüte basteln, Fotos und
Filme aus Hohenfelde.
Alle sind herzlich willkommen!
Urte Joost-Krüger und Kirsten Thießen
zum Schaukasten im August 2011
Entspannung
Eigentlich sollten die letzten beiden Wochen der Schulferien entspannt verlaufen – wer hätte gedacht, dass wir nach einem heftigen Regenguss in der letzten Woche alle Keller würden trocken legen müssen? Das Wasser war in Strömen geflossen, ergoss sich von oben oder drückte von unten aus der Kanalisation. Nach 2 Stunden war der Spuk vorbei – die Sonne schien, als wäre nichts gewesen. Straßenweise hieß es „Ärmel hochkrempeln“ und anpacken. Nie waren die unteren Geschosse in unseren Wohnungen aufgeräumter als jetzt. Entspannung setzt ein...
Urte Joost-Krüger und Kirsten Thießen
zum Schaukasten im August 2011
Danke
an Herrn Pastor Langel, der am Sonntag, den 7. August seine letzte Predigt in St. Remberti hält. Danke für die „Belebung“ unseres Gemeindelebens, für die vielen Anregungen und Impulse, für das Engagement und die Streitbarkeit – danke für alles! Wir wünschen ihm weiterhin nur das Beste!
Urte Joost-Krüger und Kirsten Thießen
zum Schaukasten im August 2011
Wohin?
...soll die Reise gehen? Insbesondere jetzt in der Sommerferienzeit ist
das eine viel gestellte Frage. Allmählich leert sich die Stadt...wird
ruhiger. Nicht für alle, das ist klar – aber für einen Großteil der
Menschen ist der wohlverdiente Urlaub nahe gerückt und geht mit einem
Tapetenwechsel einher. Lieblingsplätze werden aufgesucht.
...vielleicht auch Balkonien.
Urte Joost-Krüger und Kirsten Thießen
zum Schaukasten im Juli 2011
Abenteuer Religion
Bald ist es wieder so weit! In den ersten beiden Wochen der Sommerferien machen sich über hundert Konfirmandinnen und Konfirmanden auf nach Hohenfelde an die Ostsee. Hier offenbaren sich Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Weltreligionen wie Fahrkarten für eine Reise um die Welt. Das „Abenteuer Religion“ eröffnet neue Horizonte. Kaum ein Mensch, der nicht begeistert zurückkehrt. So etwas bleibt haften. Das vergisst du nie! Wir sind glücklich über dieses alljährliche Ereignis, das sich in unserer Gemeinde zuträgt. Nicht nur, weil es eine Erfolgsstory ist, die die Jugendlichen aus einem weiten Einzugskreis zu uns führt. Insbesondere, weil es Türen öffnet.
Urte Joost-Krüger und Kirsten Thießen
zum Schaukasten im Juni 2011
Geistreich
Was die Jünger an Pfingsten erlebt haben, ist folgendes:
„Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort
beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von
einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und
es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich
auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem heiligen
Geist und fingen an, zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen
gab auszusprechen.“ Der heilige Geist verlieh also die Fähigkeit,
in unterschiedlichen Sprachen zu sprechen – um alle Menschen, unabhängig
von Herkunft und Religion zu erreichen. Können wir das nicht
gewissermaßen als „Erleuchtung“ betrachten?
(Der Schaukasten zu Pfingsten)
Urte Joost-Krüger und Kirsten Thießen
zum Schaukasten im Juni 2011
Himmel und Hölle
Himmelfahrt – und in den Himmel kommen nur die Glücklichen... Die meisten Menschen denken möglicherweise an ein Spiel in Falttechnik, das wir alle als Kinder mühelos herstellen konnten. Als Grundlage dient ein quadratisches Blatt Papier, dessen Ecken von unterschiedlichen Seiten bis zur Mitte des Blattes hin gefaltet werden. Zum Schluss fährt man mit Daumen, Zeige-, Mittel- und Ringfinger jeweils in eine dieser „Fingerkammern“ und bewegt das gefaltete Etwas so lange, bis die Antwort auf eine Frage erscheint. Werde ich Glück haben im Leben? Finde ich einen Menschen, der mein Leben mit mir teilt? Wie viele Male werde ich meinen Wohnort wechseln? Wie viele Enkel werde ich haben? Als Kind macht es Spaß, in die Zukunft zu schauen – als Erwachsene haben wir schon längst eine Ahnung, ob wir „in den Himmel kommen“.
Urte Joost-Krüger und Kirsten Thießen
zum Schaukasten im Mai 2011
Wahlversprechen
Am 22. Mai ist in Bremen Bürgerschaftswahl. Auch die Mitglieder der
Ortsbeiräte werden neu gewählt. Dementsprechend hat die Anzahl der
Wahlplakate in den letzten Tagen drastisch zugenommen. In einem sind
sich alle Parteien einig: Sie setzen in der letzten Phase des
Wahlkampfes auf Personen - und auf plakative Wahlversprechen.
Wer glaubt ihnen eigentlich? Und welche der in Aussicht gestellten
inhaltsleeeren Parolen meinen auch das, was sie sagen - und werden am
Ende umgesetzt? Warten wir's ab...
Urte Joost-Krüger und Kirsten Thießen
zum Schaukasten im Mai 2011
Segnen und behüten
Ein Gruß für unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden und deren Familien,
Bekannte und Freunde, die wir in unserer Gemeinde willkommen heißen:
Das Wort "Konfirmation" bedeutet soviel wie "Stärkung" oder "Bekräftigung".
Konfirmation, das ist vor allem das Angebot Gottes und der Gemeinde, die
jungen Menschen in ihrem Glauben und bei der Suche nach ihrem eigenen
Lebensweg zu unterstützen und zu stärken.
Bei der Konfirmation werden die Konfirmandinnen und Konfirmanden
eingesegnet, der Segen Gottes wird ihnen unter Handauflegung
zugesprochen.
Urte Joost-Krüger und Kirsten Thießen
zum Schaukasten im Mai 2011
Ostergruß
Frohe Ostern.
Urte Joost-Krüger und Kirsten Thießen
zum Schaukasten im April 2011
Überwinde das Böse mit Gutem
Die Worte entstammen der evangelischen Jahreslosung 2011 aus dem
Römerbrief des Paulus (Kap. 12): „Lass dich nicht vom Bösen überwinden,
sondern überwinde das Böse mit Gutem.“
Im christlichen Sinne bedeutet das, nicht rachsüchtig zu sein oder
Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Im Gegenteil: Es gilt, auf eine
negative Erfahrung mit positivem Handeln zu antworten.
Sorgen wir dafür, dass das Gute in der Welt die Oberhand behält und
Gewaltkreisläufe durchbrochen werden! Das ist keine leichte Aufgabe. Die
Entscheidung dafür dauert ein ganzes Leben.
Urte Joost-Krüger und Kirsten Thießen
zum Schaukasten im April 2011
Maskenzeit
Wer schon einmal beim Samba-Karneval in Bremen war, der weiß, wie schön Masken sein können! In wunderbaren Farben kommen sie daher, begleitet von Rhythmen, die ins Blut gehen und das Zwerchfell tanzen lassen. Bunt anzusehen sind all die Fabelwesen und Fantasiefiguren, die den tristen Winter austreiben. Was für ein Spaß! Aber mancher Blick in eine Maske lässt erahnen, dass jemand ganz anderes dahinter steckt. Die Maske verbirgt die wahre Persönlichkeit. Sie bietet die Chance, etwas darzustellen, was wir uns sonst nie trauen würden. Mal jemand anders sein! Nutzen wir das doch ab und zu - und zwar ganz bewusst! Und trauen wir uns doch häufiger, ganz ehrlich zu sein und unsere Maske fallen zu lassen. Nur Mut!
Urte Joost-Krüger und Kirsten Thießen
zum Schaukasten im März 2011
Mit ganzer Seele
Es kann nur das wirklich gelingen, was wir „mit ganzer Seele“ und Hingabe tun.
Wir sind gewohnt zu denken - aber nur, wenn der Verstand im Einklang
ist mit Herz und Seele, können wir uns engagieren, ohne uns selbst zu
verlieren.
Lukas sagt: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzer
Seele, mit all deiner Kraft und all deinen Gedanken, und: Deinen
Nächsten sollst du lieben wie dich selbst.“ (Lukas 10, 27)
Machen wir uns also auf den Weg zu einem inneren Gleichgewicht, um im Vertrauen und mit ganzer Seele die Welt zu verbessern.
Urte Joost-Krüger und Kirsten Thießen
zum Schaukasten im Februar 2011
Was glaubst du
„Glauben“ heißt, überzeugt von etwas zu sein, etwas gut zu heißen, einen roten Faden zu besitzen.
Was leitet uns eigentlich durch die Welt? Diese Frage kann nur jede/r
für sich selbst beantworten. Für die einen ist es der Glaube an Gott in
vielfältigen Religionen. Andere glauben an Naturphänomene,
wissenschaftliche Erkenntnisse oder politische Überzeugungen. Jeder
Glaube hat mit Identität zutun – mit einer ganz eigenen Philosophie.
„Was glaubst du?“ ist auch eine Frage nach der eigenen Einschätzung, der
Stellungnahme und der Verantwortung für etwas. Glaube als wichtiger
Aspekt unserer Persönlichkeit ermöglicht, dass wir uns mit etwas
auseinandersetzen, dass wir uns einbringen und mitgestalten.
Urte Joost-Krüger und Kirsten Thießen
zum Schaukasten im Januar 2011
Auf ein Neues
Das neue Jahr hat begonnen und es liegt vor uns wie ein weißes Stück Papier. Was wird es uns bringen? Welche Ereignisse werden sich darauf abbilden? Manches können wir planen – anderes wird sich ohne unser Zutun von selbst ergeben. Freuen wir uns also auf ein Neues mit seinen Gesetzmäßigkeiten und Überraschungen! Es ist eine Chance...
Urte Joost-Krüger und Kirsten Thießen
zum Schaukasten im Januar 2011
Geht's noch?
Die Adventszeit schreitet mit großen Schritten voran. Bald können wir die dritte Kerze anzünden – und die Weihnachtsfeiertage rücken näher. Zwar wünschen wir uns Beschaulichkeit und besinnliche Momente – aber die Vorbereitungen für das Fest laufen auf Hochtouren und lassen uns nur wenig Zeit für Einkehr. Im Gegenteil: Da müssen Geschenke besorgt werden, Weihnachtsgrüße und Pakete gehen auf die Reise. Der Speiseplan für die Feiertage wartet. Zwischendurch Kekse backen, Besuche und Gegenbesuche abstatten, Flötenvorführungen der Kinder, Basare und Wichteleien... Und dann die vielen kleinen internen Feiern mit Arbeitskolleg/innen, Freundeskreisen und sonstigen Gruppen – ... Da hilft nur Gelassenheit und innehalten. Und sich selbst die Frage stellen: Worum geht es eigentlich wirklich in dieser Zeit?
Urte Joost-Krüger und Kirsten Thießen
zum Schaukasten im Dezember 2010
Endlich...
kommen wir dazu, die jeweiligen Begriffe im Schaukasten zu kommentieren!
Und das ist eigentlich auch schon eine Aussage, die wir mit diesem Wort
treffen wollen. „endlich“ - in genau dieser Schreibweise - verlangt
eine Einbindung, nämlich ein „Davor“ und „Danach“. Hier wird jede/r von
uns ganz eigene Assoziationen entwickeln, bei den vielen Dingen, die zu
erledigen sind! So vieles nehmen wir uns vor – und es dauert, bis wir es
geschafft haben! Und dann entsteht dieser kleine Moment der
Erleichterung…
Aber „endlich“ bedeutet auch, dass etwas „zu Ende geht“. Die warme
Jahreszeit ist endgültig vorüber. Im Kirchenjahr begegnen wir dem Buß-
und Bettag und dem Totensonntag. Wir gedenken der Toten. Das Leben ist
endlich… und der Tod allgegenwärtig. Aber es gibt auch schon die
Vorfreude auf den Advent – wenn er denn „endlich“ kommt…
Urte Joost-Krüger und Kirsten Thießen
zum Schaukasten im November 2010